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Die Baronin von Bode

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Art.Nr.: Buch-0009. Kategorie: .

Die Baronin von Bode (Ein Leben voller Abenteuer).

Buch: Format: B 14,8 x H 21,0 cm (A5), sw, 259 Seiten, Umschlag Softcover.

ISBN 978-3-9814183-1-6

Deutsche Übersetzung des englischen Buches von Williams S. Childe-Pemberton.

Übersetzer: Peter Körner

Vorwort
In seinem 1900 bei Longmans, Green, and Co., London, New York and Bombay erschienenen Werk „The Baroness de Bode 1775-1803“ (Pfälzische Landesbibliothek 10/5907), zeichnet William S. Childe-Pemberton den Lebensweg einer Engländerin geb. Kynnersley, der auch das damalige herzogliche Amtsstädtchen Bergzabern, das elsässische Soultz sous Fôret und Weißenburg kreuzte, nach, der kaum abenteuerlicher oder schicksalhafter hätte verlaufen können. Damals war seine Titelheldin bereits über 80 Jahre tot.
Nach einer in Mittelengland nördlich von Birmingham verbrachten Jugendzeit und der frühen Heirat mit dem deutschen Baron August von Bode, führt sie ihr Weg und der ihrer immer zahlreicher werdenden Familie durch halb Europa. Sie durchlebt eine unbeschwerte Zeit an deutschen Fürstenhöfen am Ende des Ancien régime, die Schrecknisse der Französischen Revolution mit dem Verlust ihrer gesamten Habe und anschließender Flucht und Emigration und gelangt endlich an den russischen Zarenhof in Sankt Petersburg. Von der Zarin und ihrem Nachfolger mit großen Ländereien im Süden der Krim und später in der Nähe von Sankt Petersburg belehnt, stirbt sie im Alter von 65 Jahren 1812 in der Nähe von Moskau.
Childe- Pembertons Arbeit basiert auf dem mit ihren englischen Verwandten zum Teil noch erhalten gebliebenen, geführten Briefwechsel und den Auskünften ihrer Angehörigen, sowie auf ihren in drei Sprachen verfassten Lebenserinnerungen „récit d’aventures“, die jedoch nicht veröffentlicht wurden, weil sie den englischen Buchhändlern und Verlegern misstraute. Sie liest sich wie das „Who is Who“ feudaler, europäischer Adelsfamilien und Fürstenhöfe. Wir erfahren dabei, dass unsere Heldin immer bemüht war, getreu ihres Leitspruchs: „Man muss immer nur genügend Entschlusskraft aufbringen, um Erfolg zu haben und damit zur Vollendung zu gelangen“, dabei stets das Wohl ihrer Familie im Auge, das Fortkommen ihrer immer zahlreicher werdenden Kinderschar zu fördern und zu sichern.
Sieht man einmal von beiden Portraits des Ehepaars von Bode und dem Lageplan ihres Lehens in Soultz sous Fôret, die sich im Stadtmuseum von Bad Bergzabern befinden, ab, so erinnert hier nur noch wenig an Mary von Bode, der ihr mehrjähriger Sommersitz, die Villa Zick Zack, seinen Namen verdankt. Überliefert sind Veröffentlichungen von Dr. A. Becker in „Das Bayernland“ 5/1913 und „Pfälzer Land“ 12/1923 und M. Martz in „Südpfälzer Tageblatt“ 5/1924, sowie ein nicht veröffentlichtes Manuskript von 1930 aus der Feder von Paul von Brocke, dem damaligen Eigentümer der Villa „Zick Zack“.
Anders dagegen im nahen Elsass, wo die Stadt Soultz sous Fôret in ihrem Centre Culturel „La Saline“ den dortigen Festsaal ihr zu Ehren „Espace Mary de Bode“ benannte und ihr damit ein bleibendes Denkmal setzte, obwohl sie dort nur kurze Zeit verbracht hat. Daneben gibt es mehrere Veröffentlichungen in französischer Sprache, aktuell eine von J.C. Streicher 2012 verfasste, umfangreiche Abhandlung mit dem Titel „Meine Bode Geschichte“. Nicht zu vergessen die 1999 in Gerpinnes/ Belgien verlegte Biografie „Monseigneur de Soultz“, verfasst von N. d’Ydevalle, einem ihrer zahlreichen europäischen Nachkommen.
Mit seiner Arbeit hat der Herausgeber versucht, den auch mit unserer Stadt verbundenen Lebensweg einer außergewöhnlichen Persönlichkeit und tapferen Mutter mit all seinen Höhen und Tiefen, zuweilen aber auch amüsanten Episoden, wie das Beispiel aus Bergzaberns Vergangenheit zeigt, dem Leser näher zu bringen. Sollte ihm dies gelungen sein, so war seine Arbeit nicht umsonst gewesen.
Er hat sich erlaubt, die Abbildungen im Originaltext von 1900 zu erweitern und die dortigen Fußnoten, der besseren Leseart wegen, in einem gesonderten Anhang zusammenzufassen.

Dieses Buch ist meiner Familie gewidmet.

Bad Bergzabern, im Herbst 2012
Peter Körner, Herausgeber

Auszüge aus dem Buch

Gewicht 0.41 kg